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Kategorie: Digitale ID

Schaffung einer globalen, eindeutigen Identifikationsnummer für jeden Menschen

ID2020 (mit vollem Namen Identity2020 Systems Inc.) ist eine Organisation, die es sich zum Ziel gesetzt hat eine eindeutige, digitale Identifikationsnummer für jeden Menschen einzurichten.

Gegründet wurde die Organisation am 19. Juni 2017 in New York City.[1] Gründungspartner sind die Rockefeller Foundation, die Bill-und-Melinda-Gates Foundation, die Impfallianz GAVI, ideo.org und accenture.

In dem System der Identity2020 Systems Inc. dienen biometrische Daten zur eindeutigen Identifikation eines Menschen. Die ID soll ein Leben lang gespeichert und mit personenbezogenen Daten und weiteren Informationen verknüpft werden, etwa den Gesundheitsdaten (Impfungen). Mit dieser ID soll dann beispielsweise auch passfreies Reisen möglich werden und der Zugang zu staatlichen Dienstleistungen stattfinden.

Good Health Pass Collaborative

Während der Corona-Pandemie, im Februar 2021, rief ID2020 die Good Health Pass Collaborative ins Leben, um Grundsätze und Standards für digitale Gesundheitspässe für den internationalen Reiseverkehr zu entwickeln.

Diese branchenübergreifende Initiative brachte mehr als 125 Unternehmen und Organisationen aus den Bereichen Technologie, Gesundheit und Reisen zusammen.

Ziel war es, die Interoperabilität der von zahlreichen Organisationen entwickelten digitalen Impfnachweise zu gewährleisten und hierfür entsprechende technische Standards zu entwickeln.

Im August 2023 kündigte ID2020 an, sich mit der "Digital Impact Alliance" zusammenzuschließen. Diese Allianz will die digitale ID in die Infrastrukturen und Datenverwaltungen des öffentlichen Sektors integrieren. [2]

Einführung digitaler IDs in die öffentlichen Verwaltungen

Die Einführung einer eindeutigen digitalen ID in die öffentlichen Verwaltungen wird aktuell weltweit voran getrieben und Schritt für Schritt implementiert. Mit der digitalen ID ist die Speicherung personenbezogener Daten in unterschiedlichen staatlichen Registern verbunden, die die Personenkennung an diese ID koppelt.
In Deutschland wurde beispielsweise während der Corona-Pandemie das Registermodernisierungsgesetz beschlossen, das die Speicherung personenbezogener Daten in unterschiedlichen staatlichen Registern anhand einer eindeutigen Identifikationsnummer ermöglicht.

Die treibende Kraft bei dieser Entwicklung stellt aber sicherlich die Europäische Union dar, die, ebenfalls in der Corona-Pandemie, einen Sonderfonds in noch nie dagewesener Höhe bereit gestellt hat, der offiziell die negativen Folgen aus der Corona-Pandemie abmildern soll, sich aber bei genauerer Betrachtung als Katalysator für die Durchdigitalisierung der Europäischen Union erweist.

Zudem bilden zumeist die aus der EU kommenden Gesetze die Grundlage für die nationalen Umsetzungen des eGovernment in den Ländern der europäischen Union.

In Deutschland wurde die BundID eingeführt, mit der es ermöglicht werden soll Online-Anträge zu stellen und staatliche Post rechtssicher zu erhalten. Die Authentifizierung mit der BundID erfolgt nach den Vorgaben der europäischen eIDAS-Verordnung. Ziel ist es, den Rechtsverkehr über die staatlich vergebene Identifikationsnummer EU-weit zu standardisieren. Der Standard soll dann aber auch mit privaten Institutionen synchronisiert werden.

Die gesetzliche Grundlage der BundID findet sich in Deutschland im Onlinezugangsgesetz (OZG). Finanzspritzen kommen aus Brüssel, etwa über das Programm NextGenerationEU.

Hinter der Entwicklung der technischen Standards stehen Konsortien aus privatwirtschaftlichen Unternehmen und staatlichen Akteuren. Ein solcher Akteur dürfte die Digital Impact Alliance mit seinen Mitgliedern sein.

Die Mitglieder in den Konsortien werden von der EU weitestgehend verschleiert.[1] Quelle: Wikipedia, abgerufen am 01.11.2024[2] ID2020, abgerufen 11.2024
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