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Berateraffaire bei der Bundeswehr

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Berateraffaire bei der Bundeswehr - Beratungsfirma / Auftragnehmer - Accenture
Im Projekt „PLM“ (Product Lifecycle Management) wurde das Unternehmen Accenture laut Bundesrechnungshof „unter Verstoß gegen die Vergaberichtlinien“ mit Beratung und Unterstützung beauftragt. Der Ausschuss kam zur Auffassung, dass der zuständige Abteilungsleiter, General Erhard Bühler, die Gesamtverantwortung dafür trage. Katrin Suder sei dafür nicht direkt verantwortlich gewesen, habe aber dazu beigetragen, einem Manager von Accenture einen Zugang zum Ministerium zu verschaffen, und habe die Vergabe-Entscheidung für das Unternehmen mitgetragen. Der Bericht erwähnt, dass Erhard Bühler mit diesem Accenture-Geschäftsführer befreundet und Taufpate von dessen Kindern sei, auch Suder war demnach mit dem Manager befreundet und Taufzeugin.
Am 28. Dezember 2021 hat das Bundesministerium der Verteidigung Zivilklage gegen die Systemvertrieb Alexander GmbH (SVA) beim Landgericht Bonn eingereicht. SVA soll demnach 631.049,56 Euro zu viel abgerechnet haben. Diese Summe entspricht 2.654 Beratungsstunden, die vom Unterauftragnehmer Accenture nicht erbracht worden seien.
Im Zuge der Berateraffäre bei der Bundeswehr wird Accenture Vetternwirtschaft und möglicher Betrug vorgeworfen. Während der Beratung der Bundeswehr im Jahr 2017 soll Accenture Beratungsstunden für IT-Projekte doppelt abgerechnet haben. Dies sei zunächst nicht aufgefallen, weil unterschiedliche Behörden an den entsprechenden Rahmenverträgen beteiligt gewesen seien. Accenture soll durch die falschen Rechnungen mindestens 25.000 Euro zu viel abgerechnet haben.
Accenture weist die Vorwürfe des Betrugs zurück, da es sich um ein Versehen gehandelt habe, und will den Betrag zurückerstatten.
Von Februar 2019 bis Juni 2020 ermittelte der 1. Untersuchungsausschuss des Verteidigungsausschusses der 19. Wahlperiode des Deutschen Bundestages u. a. gegen Accenture und die Unternehmensberatung McKinsey. Der Ausschuss kam zu dem Ergebnis, dass Accenture unter Verstoß gegen die Vergaberichtlinien mit Beratung und Unterstützung beauftragt worden sei.
Internationale Unternehmensberatung und IT-Dienstleister. Accenture erzielte während der relevanten Jahre stark gestiegene Umsätze mit dem BMVg; ehemalige McKinsey-Mitarbeiter (z. B. Timo Noetzel) wechselten zu Accenture und initiierten dort Geschäftsbeziehungen zur Bundeswehr.
Berateraffaire bei der Bundeswehr - Berichterstattung / Aufdeckung - Der Spiegel
Zahlreiche Medien haben die Affäre recherchiert, Details zu Verträgen, Summen und persönlichen Verflechtungen veröffentlicht und damit die öffentliche Debatte und parlamentarische Schritte (Sondersitzungen, Untersuchungsausschuss) ausgelöst.
Berateraffaire bei der Bundeswehr - Ursula von der Leyen
Von 2013 bis 2019 war von der Leyen Bundesministerin der Verteidigung. Im Zentrum der sogenannten Berateraffäre steht die Vergabepraxis und der umfangreiche Einsatz externer Berater in ihrem Ressort.
Berateraffaire bei der Bundeswehr - Beratungsfirma / ehemalige Arbeitgeberin mehrerer Beteiligter - McKinsey & Company
Globale Managementberatung. Mehrere zentrale Akteure der Berateraffäre (u. a. Katrin Suder, Gundbert Scherf, Timo Noetzel in frühen Stationen) stammen aus McKinsey; McKinsey erhielt ebenfalls Aufträge aus dem Verteidigungsbereich.
Berateraffaire bei der Bundeswehr - Auftraggeber / betroffener öffentlicher Auftraggeber - Bundesministerium der Verteidigung
Während der Amtszeit von Ursula von der Leyen wurden im Bundesministerium der Verteidigung Beraterverträge mit McKinsey & Company in zweistelliger Millionenhöhe vergeben, was zu erheblichen politischen Kontroversen führte.
Deutsches Ressort, in dem die Vergabe- und Steuerungspraktiken externer Beratungsverträge Gegenstand der Kritik und parlamentarischer Untersuchung waren (inkl. hoher Ausgaben, Rahmenvertragsnutzung und möglicher Vergaberechtsverstöße).
Berateraffaire bei der Bundeswehr - Bundesinterner IT-Dienstleister / zentrale Vertragsstelle - BWI GmbH
Bundeseigene IT-Dienstleisterin der Bundeswehr. In der Affäre wurde kritisiert, dass Rahmenverträge der BWI zur Vergabe umfangreicher externer Beratungsleistungen genutzt wurden, teilweise ohne hinreichende Kontrolle.
Berateraffaire bei der Bundeswehr - Prüf- und Kontrollorgan - Bundesrechnungshof
Prüfte die Vergabepraxis des BMVg und kritisierte den Umgang mit Beratungsverträgen; seine Berichte trieben die öffentliche Debatte und parlamentarische Prüfungen voran.
Berateraffaire bei der Bundeswehr - Katrin Suder
Ehemalige McKinsey-Managerin (langjährige Partnerin) und von 2014 bis 2018 beamtete Staatssekretärin im Bundesministerium der Verteidigung (zuständig u. a. für Rüstung, Cyber/IT). Ihre Bestellung aus der Beratungsbranche und Personalentscheidungen stehen im Fokus der Affäre.
Berateraffaire bei der Bundeswehr - Timo Noetzel
In der breiteren Öffentlichkeit bekannt geworden ist Noetzel im Zuge der Berateraffäre des Bundesverteidigungsministeriums ab dem Jahr 2017, bei der es um die Vergabe hochdotierter Verträge an externe Berater unter Nichtachtung geltender Vergabekriterien ging. Er ist in diesem Zusammenhang 2019 vom 1. Untersuchungsausschuss des Verteidigungsausschusses der 19. Wahlperiode des Deutschen Bundestages vernommen worden.
Das Bundesverteidigungsministerium handelte ab Ende 2017 Verträge mit der Beratungsfirma Accenture aus, deren Geschäftsführer Timo Noetzel zu dieser Zeit war. Innerhalb von vier Jahren steigerte Noetzel Accentures Umsatz mit dem Kunden Bundeswehr von 459.000 Euro (2014) auf rund 20 Millionen Euro (2018).
Ehemaliger McKinsey-Mitarbeiter, später Manager bei Accenture; in der Berateraffäre bekannt geworden durch massive Auftragserfolge für Accenture beim BMVg und durch seine persönliche Bekanntschaft zu Akteuren im Ministerium.
Berateraffaire bei der Bundeswehr - Technischer Dienstleister / Auftraggeber-Untervergabe - IABG
Technisch-wissenschaftliches Dienstleistungsunternehmen; in Medienberichten als ausführender Partner bzw. Partner in Projektvergaben des BMVg genannt (Unterauftragnehmer-Verhältnisse im Kontext Beratungsaufträgen).
Berateraffaire bei der Bundeswehr - Parlamentarische Untersuchung - 1. Untersuchungsausschuss des Verteidigungsausschusses (19. WP)
Vom Deutschen Bundestag eingesetzter Untersuchungsausschuss, der Vergabepraxis und persönliche Verflechtungen im Kontext der Berateraffäre untersuchte und Zeugenvernehmungen durchführte (u. a. Vernehmung von Ursula von der Leyen).
Berateraffaire bei der Bundeswehr - Strukturelles Problemfeld - Beraterverträge / Rahmenverträge (Konkrete Projekte)
Sammelbegriff für die Vielzahl der im Streit stehenden Rahmen- und Projektverträge (IT- und Beratungsprojekte) mit hohen Summen; exemplarisch diskutiert wurden u. a. Projekte wie 'CIT Quadrat' oder großvolumige IT-Aufträge über die BWI.
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