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Menschenversuche in nationalsozialistischen Konzentrationslagern

Wikipedia-Link https://de.wikipedia.org/wiki/Menschenversuche_in_nationalsozialistischen_Konzentrationslagern

Verbindungen

Menschenversuche in nationalsozialistischen Konzentrationslagern - I.G. Farben
Die I.G.-Farben ließ in Konzentrationslagern zwischen 1933 und 1945 diverse Menschenversuche durchführen.
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Menschenversuche in nationalsozialistischen Konzentrationslagern - KZ Dachau
Unter der Leitung von Ärzten wie Sigmund Rascher und Claus Schilling wurden Häftlinge für lebensbedrohliche Versuchsreihen missbraucht. Zu den berüchtigtsten gehörten die Unterdruck- und Unterkühlungsversuche (um das Überleben von abgestürzten Piloten im Meer zu simulieren) sowie großflächige Malaria-Experimente. Hunderte wehrlose Opfer wurden künstlich mit Malaria infiziert, um experimentelle Medikamente zu testen. Ein Großteil der Häftlinge starb während der Versuche unter extremen Qualen oder erlitt bleibende Schäden.
Dokumentation der KZ-Gedenkstätte Dachau und Akten zum Nürnberger Ärzteprozess.
Das Konzentrationslager Dachau war ab 1942 Schauplatz weitreichender und systematischer medizinischer Menschenversuche. Koordiniert wurden diese oft von der Luftwaffe und den SS-eigenen Forschungseinrichtungen (wie der Forschungsgemeinschaft „Ahnenerbe“).
WiKipedia [* muss spezifiziert werden *]
Menschenversuche in nationalsozialistischen Konzentrationslagern - wurden durchgeführt im - KZ Buchenwald
Im Konzentrationslager Buchenwald wurde ab Januar 1942 eine permanente Station für medizinische Menschenversuche eingerichtet. Das Zentrum dieser Verbrechen befand sich in Block 46 (einer isolierten und umzäunten Steinbaracke) sowie ab 1943 in Block 50, wo die „Abteilung für Fleckfieber- und Virusforschung“ des Hygiene-Instituts der Waffen-SS untergebracht war. Die Versuche wurden maßgeblich vom SS-Arzt Erwin Ding-Schuler geleitet.
Bei den Versuchsreihen wurden über tausend Häftlinge als lebende Versuchsobjekte missbraucht. Den Häftlingen wurden tödliche Krankheitserreger künstlich injiziert, um danach die Wirksamkeit von Impfstoffen verschiedener Hersteller (darunter die der Behringwerke oder des Robert Koch-Instituts) zu prüfen. Hunderte Menschen starben unter qualvollsten Bedingungen direkt an den Infektionen oder den toxischen Nebenwirkungen der Test-Präparate. Wer die Versuchsreihen überlebte, wurde oft im Anschluss ermordet, um Platz für neue Testgruppen zu schaffen. Diese Verbrechen waren zentraler Bestandteil des Nürnberger Ärzteprozesses.
Menschenversuche in nationalsozialistischen Konzentrationslagern - KZ Mauthausen
Das österreichische Konzentrationslager Mauthausen (sowie sein Außenlager Gusen) war Schauplatz extrem brutaler, oft tödlicher Versuchsreihen an Häftlingen. Die Versuche wurden von SS-Ärzten wie Eduard Krebsbach, Aribert Heim („Dr. Tod“) und Heinz Baumkötter koordiniert.
In Mauthausen wurden Häftlinge systematisch als Versuchsobjekte missbraucht. Berüchtigt sind die Injektionsversuche mit Benzin, Phenol oder Herzwirksamen Giften direkt in den Herzmuskel, um die Geschwindigkeit des Todeseintritts zu erforschen. Zudem wurden chirurgische Operationen (z. B. Organentnahmen) ohne jegliche Betäubung durchgeführt, um die Reaktionen des menschlichen Körpers und Operationsmethoden für die Waffen-SS zu erproben. Nahezu alle Testopfer starben oder wurden nach den Versuchen gezielt ermordet.
Archivbestände der KZ-Gedenkstätte Mauthausen und Dokumentation zu den Menschenversuchen in KZs.
Menschenversuche in nationalsozialistischen Konzentrationslagern - verantwortlich für - Hygiene-Institut der Waffen-SS
Das Hygiene-Institut der Waffen-SS war unter anderem für die Experimente an Menschen in Konzentrationslagern, aber auch für zahlreiche weitere inhumane Untersuchungen verantwortlich.
Menschenversuche in nationalsozialistischen Konzentrationslagern - führte Versuche durch - Heinz Baumkötter
Baumkötter wurde durch seine pseudowissenschaftlichen Experimente bekannt, die er an Häftlingen durchführte. Aufgrund der immer bedrohlicher werdenden Kriegslage sollte versucht werden, die Besatzung deutscher U-Boote tagelang ohne Schlaf auskommen zu lassen. Reichsführer SS Himmler hatte zuvor die Erlaubnis erteilt, Experimente an Häftlingen durchzuführen. Baumkötter führte diese durch, indem er ihnen Drogen injizierte, unter anderem Kokain und Pervitin. Anschließend mussten die Probanden tagelang jeweils elf Stunden lang ohne Schlaf auf einer 700 Meter langen Laufbahn mit einem halben Zentner Gepäck marschieren. Gleichzeitig „testeten“ sie dabei auf den täglich zurückgelegten rund 40 Kilometern für die Industrie Schuhsohlen (Schuhläufer-Kommando).

Weitere Experimente sollten die Ursache, Ansteckung und Heilung von Gelbsucht betreffen, bei der Häftlingen der Erreger injiziert wurde.

Außerdem wurden Häftlingen Verbrennungen 2. und 3. Grades durch Phosphor zugefügt, um die Heilungschancen zu testen.

Baumkötter war direkt verantwortlich für Verbrechen, die an den Gefangenen verübt wurden. Er selektierte Häftlinge, die nicht mehr arbeitsfähig waren und war bei Erschießungen zugegen, um den Tod der Gefangenen zu bestätigen. Außerdem war er Zeuge von Vergasungen, um auch hier den Tod der Opfer zu bescheinigen. Baumkötter führte in Sachsenhausen das Abspielen lauter Marschmusik bei Erschießungen ein, damit die übrigen Häftlinge die Gewehrschüsse nicht hören konnten.
Menschenversuche in nationalsozialistischen Konzentrationslagern - Horst Schumann
Schumann ist im KZ Auschwitz bei Menschenversuchen zur Sterilisierung durch Röntgenstrahlen beteiligt:

Von der Kanzlei des Führers erhielt Schumann, der auch mit Gerhard Buhtz zusammenarbeitete, im Herbst 1942 den Auftrag, die Wirksamkeit von Sterilisierungen mittels Röntgenstrahlen an Häftlingen des KZ Auschwitz zu erproben. Es ging dabei um die Suche einer effizienten Methode, die Fortpflanzung von Erbkranken und rassisch unerwünschten Menschen durch Unfruchtbarmachung zu verhindern.
Menschenversuche in nationalsozialistischen Konzentrationslagern - Heilanstalten Hohenlychen
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