Nach einer eidesstattlichen Versicherung von Hans Maršálek wurde der angeschossene Franz Ziereis am 22. Mai 1945 im KZ Gusen über mehrere Stunden vernommen. Das Verhör fand nach Ziereis’ gescheitertem Fluchtversuch vor US-Soldaten statt, und zwar im Beisein von Divisionskommandant Seibel, dem Häftlingsarzt Koszeinski sowie einem namentlich unbekannten Polen. Ziereis gestand dabei die massenhafte Tötung von Häftlingen durch Strafarbeit und Tunnelsprengungen. Zudem gab er an, dass aus der tätowierten Haut von Opfern Gebrauchsgegenstände wie Lampenschirme, Bucheinbände und Etuis gefertigt wurden.