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Ukrainian Defense Industry JSC

Ukrainian Defense Industry JSC (ehemals: Ukroboronprom (ukrainisch Укроборонпром, kurz UOP; auf deutsch Ukrainische Verteidigungsindustrie )) ist ein Staatskonzern, der eine Vereinigung von Unternehmen verschiedener Sektoren der ukrainischen Rüstungsindustrie darstellt.
Der Konzern wurde im Dezember 2010 infolge von Kabinettsbeschlüssen gegründet.
Im Oktober 2013 gab der Konzern den Beginn eines großangelegten Restrukturierungsprogramms bekannt, um damit zumindest einen Teil der Missstände innerhalb der ukrainischen Rüstungsindustrie zu beheben und diese für gemeinsame Projekte mit anderen Staaten zu stärken.
2015 wurde der Export nach Russland beendet.
2020 umfasste das Konglomerat 137 Unternehmen, davon 21 in den von Russland besetzten Gebieten, mit rund 67.000 Mitarbeitern, die einen Umsatz von 37,5 Milliarden Hrywnja (≈ 1,2 Mrd. USD) erwirtschafteten.
Am 13. Juli 2021 wurde das Gesetz zur Umwandlung des staatlichen Konzerns, einschließlich von Tochtergesellschaften, in eine Aktiengesellschaft verabschiedet.
Nach dem Einmarsch der russischen Truppen haben die tschechische und die ukrainische Regierung vereinbart, in der Rüstungsproduktion enger zusammenzuarbeiten, insbesondere solle mit Ukroboronprom ein „gemeinsamer Verteidigungscluster“ gebildet und deren Mitarbeiter in tschechischen Werken eingesetzt werden.
Der Konzern umfasst Unternehmen, die in der Entwicklung, Herstellung, Verkauf, Reparatur, Modernisierung und Entsorgung von Waffen, Militär- und Spezialausrüstung sowie Munition tätig sind und sich an der militärisch-technischen Zusammenarbeit mit ausländischen Staaten beteiligen. Die Möglichkeit, wissenschaftliche, experimentelle, industrielle Unternehmen und spezielle Exporteure in einer einzigen Verwaltungsstruktur zusammenzufassen, ist hierbei als Hauptmotivation zu verstehen. Die Gründung von „Ukroboronprom“ stellte die effektivere Organisation eines Innovationszyklus „Forschung – Entwicklung – Serienproduktion – Verbrauch (Vertrieb) – Service – Nutzung“ in Aussicht.
Ebenso gehört auch das 1996 per Erlass der ukrainischen Regierung für den Export und Import von Rüstungsgütern und Dienstleistungen gegründete Unternehmen Ukrspecexport dazu, das die bis dahin selbständigen Rüstungsunternehmen UkrinMash, Progress und Ukroboronservice übernommen hatte. Später kamen Promoboronexport (bis 2020), SpersTechnoExport und Tasco-Export als weitere Tochterunternehmen hinzu. Ukrspecexport ist seit seinem Bestehen in mehr als 90 Ländern aktiv.
Ukrspecexport geriet 2010 in die Kritik, weil dessen Manager gegenüber US-Diplomaten bestritten, Waffen, darunter 33 T-72 Panzer, an die seinerzeit unter Sanktionen gestandene Rebellenregierung von Südsudan geliefert zu haben, obwohl Whistleblower den Transport über Kenia 2008 offengelegt hatten.
Institution ist aktiv
Rechtsform Öffentliches Unternehmen
Gründungsdatum 2010
Sitz Kiew
Webseite https://www.ukroboronprom.com.ua
Wikipedia-Link https://de.wikipedia.org/wiki/Ukroboronprom

Verbindungen

Ukrainian Defense Industry JSC - Aufsichtsratsmitglied - Andrij Jermak
Seit dem 07.10.2019 ist Jermak Aufsichtsratsmitglied bei Ukroboronprom
WiKipedia [* muss spezifiziert werden *]
Ukrainian Defense Industry JSC - Tochterunternehmen - SE SFTF Progress
Iwtschenko Progress ist ein Tochterunternehmen von Ukroboronprom
WiKipedia [* muss spezifiziert werden *]
Ukrainian Defense Industry JSC - Tochterunternehmen - Antonow
Noch keine Information vorhanden.
Ukrainian Defense Industry JSC - Joint Venture - Rheinmetall
Pressemitteilung von Ukroboronprom vom 17.05.2023

Der Staatskonzern „UkrOboronProm“ und einer der Weltmarktführer der Verteidigungsindustrie, das deutsche Unternehmen Rheinmetall, haben eine strategische Partnerschaftsvereinbarung unterzeichnet. Ziel ist es, durch die Gründung eines Joint Ventures die Verteidigungsindustrie der Ukraine und ihre nationale Sicherheit zu stärken.

„Für uns ist es von entscheidender Bedeutung, die dringenden Bedürfnisse der Ukraine in ihrem Kampf für Freiheit und Demokratie so schnell wie möglich zu erfüllen. Aufgrund seiner Erfahrung und Leistungsfähigkeit verfügt Rheinmetall über gute Voraussetzungen, sowohl kurz- als auch langfristig ein wertvoller und leistungsstarker Partner für die Ukraine zu sein. Ukroboronprom wiederum unter der Leitung von Yurii Husiev ist für uns ein sehr verlässlicher Partner“, betont Armin Papperger, CEO des deutschen Unternehmens.

Grundlage und erster Schritt der Zusammenarbeit ist laut Vereinbarung die technische Wartung und Reparatur der in die Ukraine transferierten Panzerfahrzeuge. Künftig werden die Partner gemeinsam Rheinmetall-Produkte in der Ukraine herstellen und auf Basis des neu gegründeten Joint Ventures unter Beteiligung ukrainischer und deutscher Experten gemeinsam fortschrittliche Muster von Waffen und militärischer Ausrüstung entwickeln.

„Es ist für mich eine große Ehre, ein Joint Venture zwischen Rheinmetall, einem der weltweit führenden Rüstungshersteller, und Ukroboronprom zu gründen, das trotz zahlreicher russischer Raketenangriffe die Montage von Rüstungsgütern und militärischer Ausrüstung steigerte.“ Ukroboronprom arbeitet rund um die Uhr für den Sieg und kann sogar noch mehr tun. „Wir danken Rheinmetall für seine Bereitschaft, uns beim Sieg über Russland zu helfen“, erklärte Yurii Husiev, Generaldirektor von Ukroboronprom.

Das Joint Venture soll Mitte Juli 2023 seinen Betrieb aufnehmen.
Rheinmetall baut Panzerfabrik in der Ukraine.
Ukrainian Defense Industry JSC - 49% Anteile - Rheinmetall Ukrainian Defense Industry
An der Rheinmetall Ukrainian Defense Industry hält die Rheinmetall Landsysteme GmbH 51% der Anteile, und die Ukrainian Defense Industry ist mit 49% beteiligt.
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