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I.G. Farben

Institution ist nicht aktiv
Rechtsform Aktiengesellschaft
Gründungsdatum 02.12.1925
Datum der Liquidation 01.01.1952
Sitz Frankfurt am Main
Wikipedia-Link https://de.wikipedia.org/wiki/I.G._Farben

Verbindungen

I.G. Farben - war Teil der - Bayer AG
Nach der Stabilisierung der Weltwirtschaft Mitte der 1920er Jahre wird klar, dass die deutsche Farbstoffindustrie ihre alte Stellung auf dem Weltmarkt nicht wiedergewinnen kann. Um wettbewerbsfähig zu bleiben und neue Märkte zu gewinnen, entschließen sich sechs deutsche Unternehmen 1925 zum Zusammenschluss in der Interessengemeinschaft Farbenindustrie AG, oder kurz: I.G. Farben. Genau wie die anderen Firmen überträgt Bayer sein Vermögen auf die I.G. Farben und wird als eigenständiges Unternehmen im Handelsregister gelöscht.

Zur Betriebsgemeinschaft Niederrhein der I.G. gehört neben den Werken Leverkusen, Dormagen und Elberfeld auch das Werk Uerdingen. Leverkusen wird außerdem zum Standort der Verkaufsgemeinschaft Pharma der I.G. - mit dem Bayer-Kreuz als Markenzeichen.
I.G. Farben - Fusion (1925) - BASF SE
Andauernde politische Unruhen, Reparationsverpflichtungen und Demontagen, Kohlemangel und Transportprobleme, die französische Besetzung des linken Rheinufers sowie die Errichtung einer Zollgrenze am Rhein verhindern nach Kriegsende zunächst noch die wirtschaftliche Erholung von BASF. Vertreter der chemischen Großindustrie nehmen Gespräche miteinander auf, um die bereits seit 1916 bestehende lockere Zusammenarbeit zu intensivieren. Die notwendige Rationalisierung von Fabrikation und Verkauf soll gemeinsam durchgeführt werden. So entsteht 1925 durch Fusion von BASF mit fünf weiteren Firmen (darunter Hoechst und Bayer) die I.G. Farbenindustrie AG (I.G. Farben). Der Sitz der Gesellschaft wird nach Frankfurt verlegt. BASF existiert nicht länger als selbständiges Unternehmen. Die Werke Ludwigshafen und Oppau bilden nunmehr den wesentlichen Teil der Betriebsgemeinschaft Oberrhein, eine der ursprünglich vier Betriebsgemeinschaften innerhalb der I.G. Farben.
I.G. Farben - Fusion (1925) - Cassella Farbwerke Mainkur
Die in Frankfurt-Fechenheim ansässige Leopold Cassella & Co. G.m.b.H. war 1925 eines der Gründungsmitglieder der I.G. Farben. Sie bildete innerhalb des Konzerns einen wichtigen Stützpunkt für die Produktion von Textilhilfsmitteln und Farbstoffen.
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An den Cassella Farbwerken Mainkur zeigte sich die skrupellose Verfolgung jüdischer Mitbegründer. Obwohl die jüdischen Familien Gans und von Weinberg das Unternehmen groß gemacht und in die I.G. Farben eingebracht hatten, unternahm der Konzern ab 1933 nichts, um sie zu schützen. Im Gegenteil: Die I.G. Farben forcierte die „Arisierung“ des Werks.

Arthur und Carl von Weinberg wurden aus allen Ämtern gedrängt und enteignet. Während des Zweiten Weltkriegs wurde das Cassella-Werk komplett in die Kriegsproduktion eingegliedert und beutete hunderte ausländische Zwangsarbeiter aus.
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I.G. Farben - Fusion (1925) - Chemische Fabrik Griesheim-Elektron
Die Chemische Fabrik Griesheim-Elektron ging 1925 vollständig in der I.G. Farben auf. Ihre Produktionsstätten (insbesondere in Bitterfeld und Frankfurt-Griesheim) besaßen wegweisende Technologien in der Elektrochemie sowie in der Aluminium- und Magnesiumherstellung.
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I.G. Farben - Fusion (1925) - Dr. E. ter Meer & Cie
Die rheinische Farbenfabrik Dr. E. ter Meer & Cie in Uerdingen fusionierte 1925 in die I.G. Farben. Sie wurde organisatorisch der Betriebsgemeinschaft „Unterer Rhein“ (zusammen mit Bayer Leverkusen) zugeordnet.
I.G. Farben - Fusion (1925) - Hoechst
Die Farbwerke vorm. Meister Lucius & Brüning in Frankfurt-Höchst waren eines der drei mächtigen Fundamente bei der Gründung der I.G. Farben im Jahr 1925. Höchst wurde zum Hauptsitz der werksübergreifenden Konzern-Betriebsgemeinschaft „Maingau“.
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Hoechst war direkt in Rüstung, Sklavenarbeit und tödliche Menschenversuche verstrickt. Das Werk stellte unter anderem Sprengstoffvorprodukte und Arzneimittel für die Wehrmacht her. In den Höchster Fabriken mussten über 3.000 Zwangsarbeiter, Kriegsgefangene und KZ-Häftlinge arbeiten. Zudem war das Werk Höchst eng mit seiner Tochtergesellschaft, den Behringwerken, verzahnt: Von dort aus wurden Chemikalien und Präparate für die medizinischen Menschenversuche an Häftlingen im KZ Buchenwald koordiniert.

Im Nürnberger I.G.-Farben-Prozess standen mehrere Höchster Spitzenmanager (wie Carl Lautenschläger) vor Gericht.
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I.G. Farben - Fusion (1925) - Agfa
Die Actien-Gesellschaft für Anilin-Fabrikation (Agfa) war 1925 ein Gründungsmitglied der I.G. Farben und bildete dort im Wesentlichen die Sparte III (Photochemie) mit den Hauptwerken in Wolfen und Leverkusen.
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Die Agfa war tief in die Kriegsverbrechen des Konzerns verstrickt. Neben kriegswichtigen Filmen und Spezialchemikalien für die Wehrmacht bebaute und betrieb die Agfa im Werk Wolfen eigene Zwangsarbeiterlager.

Das Agfa-Kamerawerk in München unterhielt zudem ab 1944 ein eigenes Außenlager des Konzentrationslagers Dachau (Agfa-Kommando), in dem hunderte weibliche KZ-Häftlinge unter brutalsten Bedingungen zur Produktion von Zeitzündern für die Rüstungsindustrie gezwungen wurden.
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I.G. Farben - Fusion (1925) - Chemische Fabrik Kalle
Unter dem Dach der I.G. Farben produzierte Kalle kriegswichtige Verpackungsmaterialien, Isolierungen für die Nachrichtentechnik der Wehrmacht und technische Papiere für Konstruktionspläne. Für die Aufrechterhaltung der Produktion im Krieg wurden im Werk Biebrich Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter aus Osteuropa eingesetzt, die in Barackenlagern unter strenger Bewachung leben mussten.
Stadtgeschichte Wiesbaden – Wirtschaft im Nationalsozialismus sowie Wollheim Memorial – Struktur der I.G. Farben.
Die Chemische Fabrik Kalle & Co. AG in Wiesbaden-Biebrich wurde 1925/26 als Tochtergesellschaft in den I.G.-Farben-Konzern eingegliedert. Sie war vor allem für die Erfindung und Produktion von Cellophan-Folien und Fotokopierpapieren (Ozalid) bekannt.
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I.G. Farben - Aufgrund Arisierung 1933 aus Unternehmen gedrängt - Paul Mendelssohn Bartholdy (der Jüngere)
Paul Mendelssohn Bartholdy war ein prominentes Opfer der Nationalsozialisten innerhalb der Konzernführung. Wegen seiner jüdischen Herkunft (er entstammte der berühmten Bankiers- und Musikerfamilie) wurde er direkt nach der Machtergreifung 1933 massiv unter Druck gesetzt. Die I.G. Farben entließ ihn aus dem Vorstand. Er musste all seine Ämter abgeben und seine Firmenanteile im Zuge der rassistischen „Arisierung“ weit unter Wert verkaufen. Er überlebte die NS-Zeit im Abseits.
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I.G. Farben - Fritz ter Meer
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I.G. Farben - Sparte III (Fotochemie)
Bei der Gründung der I.G. Farben wurde das riesige Produktionsnetzwerk in thematische Sparten unterteilt. Die Sparte III war für den Bereich Fotochemie, Kunstfasern und Spezialpapiere zuständig. Das unumstrittene Herzstück dieser Sparte war die Agfa mit ihren Werken in Wolfen (Filmfabrik) und Leverkusen. Geleitet wurde die Sparte über Jahre hinweg vom Vorstand Fritz Gajewski.
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I.G. Farben - errichtet 1936 - Buna-Werke
Die Buna-Werke wurden von der I.G. Farben zur Herstellung von synthetischem Kautschuk (Buna) gegründet, da das Deutsche Reich im Zuge der Autarkiepolitik vom Import von Naturkautschuk unabhängig werden sollte. Neben Werken in Schkopau und Hüls entstand ab 1941 das berüchtigtste Werk in Auschwitz-Monowitz (Buna-Werke Auschwitz / I.G. Auschwitz).
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I.G. Farben - Treffen von Fritz ter Meer und Georg von Schnitzler
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I.G. Farben - Mitglied des Vorstands - Otto Ambros
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I.G. Farben - Hydrierwerke Pölitz
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I.G. Farben - Aufsichtsrat (Verwaltungsrat) der I.G.Farben
Der Aufsichtsrat (zu Beginn oft auch als Verwaltungsrat bezeichnet) war das nominelle Kontrollorgan der I.G. Farbenindustrie AG. Ihm gehörten die ehemaligen Spitzenmanager und Eigentümer der Gründungsfirmen an.
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Der Aufsichtsrat der I.G.Farben vollzog die vollständige ideologische und wirtschaftliche Gleichschaltung des Konzerns. Ab 1933 wurden alle jüdischen Mitglieder (wie Leo Gans, Arthur und Carl von Weinberg) skrupellos aus dem Aufsichtsrat gedrängt, um dem NS-Regime zu gefallen. In den Folgejahren segnete der Aufsichtsrat die strategische Ausrichtung auf Hitlers Vierjahresplan zur Kriegsvorbereitung und die Finanzierung von NS-Organisationen ab. Viele Mitglieder wurden im Nürnberger I.G.-Farben-Prozess (Fall 6) wegen der Mitverantwortung für die Versklavung von KZ-Häftlingen angeklagt.
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I.G. Farben - Vorstandsmitglieder I.G. Farben
Der Vorstand der I.G. Farbenindustrie AG war das eigentliche operative und strategische Führungsorgan des Konzerns. Während der Aufsichtsrat eher kontrollierende und repräsentative Aufgaben hatte, lag die tägliche Leitung bei den Vorstandsmitgliedern.
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I.G. Farben - Übernahme 1929 - Behring-Werk
1929 kam es zur Übernahme der Behringwerke durch die I.G. Farbenindustrie.
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I.G. Farben - Ivy Lee
Ivy Lee geriet u.a. in die Kritik für seine Arbeit als PR-Berater der US-Tochtergesellschaften im F-Kreis des deutschen Chemie-Kartells I.G. Farben, das den Aufstieg der Nationalsozialisten förderte. Mehrfach reiste Lee nach Deutschland, traf Wirtschaftsführer und Größen der NSDAP. Im Frühjahr 1934 musste er sich deswegen vor einem Untersuchungsausschuss des Kongresses verantworten. Details zu Lees Arbeit in Deutschland liegen bis heute im Dunkeln.
I.G. Farben - PR-Beratung durch - Parker and Lee
Das Unternehmen geriet im Zweiten Weltkrieg in die Kritik, weil es Beratungstätigkeiten für den deutschen Industriegiganten IG Farben durchgeführt hatte.
I.G. Farben - Tarnfirma / Finanzholding in der Schweiz - Interhandel (Industrie- und Handelsbeteiligungen AG)
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I.G. Farben - Verwaltungsratsmitglied - Paul Stein
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I.G. Farben - Konzernzentrale - I.G. Farben-Gebäude
Die 1925/26 in Frankfurt am Main gegründete I. G. Farbenindustrie AG benötigte für ihre Zentralverwaltung ein repräsentatives Bürogebäude. Der Raumbedarf des damals viertgrößten Unternehmens der Welt war enorm, und so entstand auf einem Teil des Grüneburggeländes eines der größten Bürogebäude der damaligen Zeit, das noch bis in die 1950er Jahre als hochmodern galt.
Die I. G. Farbenindustrie AG, zwei Jahre zuvor gegründet, erwarb 1927 das Grundstück, um darauf ihre Konzernzentrale zu errichten.
I.G. Farben - Menschenversuche in nationalsozialistischen Konzentrationslagern
Die I.G.-Farben ließ in Konzentrationslagern zwischen 1933 und 1945 diverse Menschenversuche durchführen.
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