S. M. v. Rothschild
Institution ist aktiv: | Nein |
Branche: | Bank, Kreditinstitut, Finanzdienstleistungen |
Gründer: | Salomon Meyer Rothschild |
Gründungsdatum: | um 1820 |
Sitz: | Wien |
Wikipedia-Link: | https://de.wikipedia.org/wiki/S._M._v._Rothschild |
S. M. v. Rothschild war ein bedeutendes Privatbankhaus in Wien.
Im Jahr 1820 nahm der österreichische Finanzminister Metternich Verhandlungen mit dem Haus von Rothschild über ein großes Darlehen auf. Die komplizierten Vorkehrungen für dieses enorme Darlehen erforderten die Anwesenheit eines Rothschild in Wien und so zog Salomon Mayer, der die Rothschild-Angelegenheiten mit Österreich behandelt hatte, in die Stadt und gründete das Bankhaus S M von Rothschild.
Die Wiener Bank wurde von Salomon Meyer Rothschild bis zur Revolution von 1848 geleitet. Danach beschränkte er sich auf sein französisches Schloss, und die Firma wurde von seinem einzigen Sohn Anselm Meyer Rothschild weiter geführt.
Witkowitz blieb fast ein Jahrhundert in Rothschilds Händen, zuletzt in Partnerschaft mit einer anderen Wiener Bankiersfamilie, den Gutmanns. 1936, als sie sich auf die Eventualität des Krieges vorbereitete, übertrug die Familie ihre Anteile an die Alliance Assurance Company in London, ein Schritt, der schließlich nur dazu diente, die Beschlagnahme des Werks durch die Nazis zu verzögern. S M. von Rothschild, unter der Leitung von Louis blieb bis zum Einmarsch der Nazis 1938 in Wien.
1939 wurde S. M von Rothschild unter die vorübergehende Kontrolle der deutschen Firma Merck, Finck & Co. gestellt und schließlich an sie verkauft, wobei das neu gegründete Wiener Bankhaus E.v Nicolai das Geschäft ab 1940 übernahm. Nach dem Krieg erhielt die österreichische Familie Rothschild eine Entschädigung, entschied sich aber, das Geschäft von S. M. von Rothschild nicht wiederherzustellen.[1]
Das Bankhaus S.M. v. Rothschild lag 1921/22 hinsichtlich der Bilanzsumme an dritter Stelle aller österreichischen Banken. Nur die Creditanstalt und der Wiener Bankverein wiesen eine größere Bilanzsumme auf. [2] [1] The Rothschild Archive[2] Andreas Weigl: "Die österreichischen Privatbanken: Aufstieg und Fall?" aus: Heft 2 Wirtschaft und Gesellschaft, 44. Jahrgang (2018), S. 248
Im Jahr 1820 nahm der österreichische Finanzminister Metternich Verhandlungen mit dem Haus von Rothschild über ein großes Darlehen auf. Die komplizierten Vorkehrungen für dieses enorme Darlehen erforderten die Anwesenheit eines Rothschild in Wien und so zog Salomon Mayer, der die Rothschild-Angelegenheiten mit Österreich behandelt hatte, in die Stadt und gründete das Bankhaus S M von Rothschild.
Die Wiener Bank wurde von Salomon Meyer Rothschild bis zur Revolution von 1848 geleitet. Danach beschränkte er sich auf sein französisches Schloss, und die Firma wurde von seinem einzigen Sohn Anselm Meyer Rothschild weiter geführt.
Witkowitz blieb fast ein Jahrhundert in Rothschilds Händen, zuletzt in Partnerschaft mit einer anderen Wiener Bankiersfamilie, den Gutmanns. 1936, als sie sich auf die Eventualität des Krieges vorbereitete, übertrug die Familie ihre Anteile an die Alliance Assurance Company in London, ein Schritt, der schließlich nur dazu diente, die Beschlagnahme des Werks durch die Nazis zu verzögern. S M. von Rothschild, unter der Leitung von Louis blieb bis zum Einmarsch der Nazis 1938 in Wien.
1939 wurde S. M von Rothschild unter die vorübergehende Kontrolle der deutschen Firma Merck, Finck & Co. gestellt und schließlich an sie verkauft, wobei das neu gegründete Wiener Bankhaus E.v Nicolai das Geschäft ab 1940 übernahm. Nach dem Krieg erhielt die österreichische Familie Rothschild eine Entschädigung, entschied sich aber, das Geschäft von S. M. von Rothschild nicht wiederherzustellen.[1]
Das Bankhaus S.M. v. Rothschild lag 1921/22 hinsichtlich der Bilanzsumme an dritter Stelle aller österreichischen Banken. Nur die Creditanstalt und der Wiener Bankverein wiesen eine größere Bilanzsumme auf. [2] [1] The Rothschild Archive[2] Andreas Weigl: "Die österreichischen Privatbanken: Aufstieg und Fall?" aus: Heft 2 Wirtschaft und Gesellschaft, 44. Jahrgang (2018), S. 248