KZ Dachau
| Institution ist nicht aktiv | |
| Gründer | Nazi-Regime |
| Gründungsdatum | 22.03.1933 |
| Sitz | Dachau |
| Wikipedia-Link | https://de.wikipedia.org/wiki/KZ_Dachau |
Verbindungen
KZ Dachau
- Außenstelle -
KZ-Außenlager München (Agfa Kamerawerke)
Diese Verbindung dokumentiert das enge Ineinandergreifen von SS-Terror und privater Rüstungsindustrie (Sparte III der I.G. Farben). Die SS stellte dem Agfa-Werk in München-Giesing rund 500 weibliche KZ-Häftlinge – überwiegend Polinnen, Russinnen und Französinnen aus dem Hauptlager Dachau – als Sklavenarbeiterinnen zur Verfügung [wollheim-memorial.de]. Die Frauen mussten unter brutalen Bedingungen im Schichtbetrieb Zeitzünder für die Rüstungsproduktion sowie Kamerateile für die Wehrmacht montieren. Kranke oder arbeitsunfähige Frauen wurden ins Hauptlager Dachau zurücktransportiert, was oft deren Tod bedeutete.
Wollheim Memorial – Die organisatorische Struktur der I.G. Farben sowie die Ausstellungsdatenbank der KZ-Gedenkstätte Dachau zum Außenlager-System.
Das KZ-Außenlager München-Giesing (Agfa Kamerawerk) war ein im September 1944 errichtetes Außenlager, das organisatorisch und logistisch direkt dem KZ Dachau unterstellt war.
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KZ Dachau
- erstes permanentes Konzentrationslager -
NS-Staat
Dachau diente dem NS-Regime als Blaupause und Ausbildungsstätte für das gesamte spätere KZ-System. Der dortige Kommandant Theodor Eicke entwickelte die „Dachauer Schule“ – ein brutales Reglement aus absolutem Gehorsam, Terror und systematischer Entmenschlichung der Häftlinge, das auf alle anderen Lager (wie Auschwitz, Buchenwald, Sachsenhausen) übertragen wurde. Zudem war es das zentrale Instrument des NS-Staates zur politischen Gleichschaltung und zur Ausschaltung von Regimegegnern, Juden, Sinti und Roma sowie Geistlichen.
Deutsches Historisches Museum (DHM) – Das Konzentrationslager Dachau
Das im März 1933 errichtete KZ Dachau war das erste permanente Konzentrationslager des NS-Staates. Es unterstand direkt dem Reichsführer SS (Heinrich Himmler) bzw. der Inspektion der Konzentrationslager (IKL).
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KZ Dachau
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Theodor Eicke
Eicke, leitet das KZ Dachau von 06/1933 bis 06/1934. Danach wird er von Himmler zum "Inspekteur der Konzentrationslager" ernannt.
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KZ Dachau
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Hilmar Wäckerle
Am 17. März 1933 wurde Wäckerle vom damaligen SS-Oberabschnittsleiter „Süd“, Friedrich Jeckeln, zum „Sonderkommando der SS-Brigade Süd“ versetzt und dort als Führer des SS-Sturmbanns „D“ sowie als erster Kommandant des neu errichteten KZ Dachau eingesetzt. Dort “lebte er sein gewalttätiges Wesen ... voll aus, immer mit dem Ochsenziemer zur Hand und einem riesigen Rottweiler an der Seite”. Unter seiner Führung läutete die SS „ihre Herrschaft über Dachau mit einer Gewaltexplosion ein“, in einem Blutrausch wurden Häftlinge zusammengeschlagen, gefoltert und ermordet. Nach Ermittlungen der Staatsanwaltschaft München wegen der Ermordung von vier jüdischen Häftlingen wurde er im Juni 1933 seines Postens enthoben und durch Theodor Eicke ersetzt.
KZ Dachau
- 04/1936-12/1939 Lagerkommandant -
Hans Loritz
Ab April 1936 war Loritz Lagerkommandant und SS-Standortführer in Dachau, was eine große Machtfülle bedeutete. Er drängte seine Untergebenen zur „Härte“ gegenüber den Häftlingen und verankerte brutale Strafen wie das „Pfahlhängen“ in der Lagerordnung.
KZ Dachau
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Ernst Günther Schenck
Der Autor Stefan Reinecke bezog sich in der tageszeitung auf „Aussagen von Häftlingen in Dachau“, die mitteilten, dass auf einer Plantage (mit 200.000 Heilpflanzen) unter Federführung Schencks „1938 mehr als hundert an Entkräftung und Zwangsarbeit (starben)“. Weitere Häftlinge seien bei einem „Ernährungs- bzw. Hungerexperiment“ im Konzentrationslager Mauthausen gestorben.
Federführend war Schenck bei der so genannten Plantage im KZ Dachau, einer Großanbaufläche für über 200.000 Heilpflanzen, mit denen unter anderem Vitaminpulver für die Waffen-SS hergestellt wurde.
KZ Dachau
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Aktion 14f13
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KZ Dachau
- Ausbildung Wachmannschaft (1934/1935) -
Rudolf Höß
Am 20. November 1934 zum SS-Unterscharführer befördert, absolvierte Höß von Dezember 1934 bis Januar 1935 eine infanteristische Sonderausbildung bei den Wachmannschaften des KZ Dachau.
Am 1. März 1935 wurde er in Dachau zur Abteilung II versetzt und am 1. Juli zum SS-Oberscharführer befördert. Am 1. März 1936 wurde er SS-Untersturmführer und einen Monat später Rapportführer der Abteilung II. Damit oblag ihm die Überprüfung des Häftlingsbestands, die Leitung der Häftlingsschreibstube und als Vorgesetzter die Einteilung der Blockführer. Er vollstreckte außerdem Lagerstrafen bzw. überwachte deren Vollstreckung. Seine Vorgesetzten beurteilten ihn hervorragend.
KZ Dachau
- 1935-1936 inhaftiert im -
Lothar Hermann
1935 wurde Lothar Hermann von der Gestapo verhaftet und wegen Verdachts auf Spionage im KZ Dachau inhaftiert. Dort wurde er schwer misshandelt und verlor durch Schläge die Sehkraft eines Auges.
KZ Dachau
- Außenkommando im Wohnhaus von -
Eleonore Baur
Im privaten Wohnhaus von Eleonore Baur in Deisenhofen bei Oberhaching war zeitweise ein Außenkommando des KZ Dachau zur Zwangsarbeit eingesetzt.
Am 8. November 1934 verlieh Hitler ihr den Blutorden für ihre Teilnahme beim Marsch auf die Feldherrnhalle. Bei dieser Verleihung genehmigte ihr Hitler ihren Wunsch, als Krankenschwester im KZ Dachau tätig zu sein.
KZ Dachau
- Häftling -
Fritz Gerlich
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KZ Dachau
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Menschenversuche in nationalsozialistischen Konzentrationslagern
Unter der Leitung von Ärzten wie Sigmund Rascher und Claus Schilling wurden Häftlinge für lebensbedrohliche Versuchsreihen missbraucht. Zu den berüchtigtsten gehörten die Unterdruck- und Unterkühlungsversuche (um das Überleben von abgestürzten Piloten im Meer zu simulieren) sowie großflächige Malaria-Experimente. Hunderte wehrlose Opfer wurden künstlich mit Malaria infiziert, um experimentelle Medikamente zu testen. Ein Großteil der Häftlinge starb während der Versuche unter extremen Qualen oder erlitt bleibende Schäden.
Dokumentation der KZ-Gedenkstätte Dachau und Akten zum Nürnberger Ärzteprozess.
Das Konzentrationslager Dachau war ab 1942 Schauplatz weitreichender und systematischer medizinischer Menschenversuche. Koordiniert wurden diese oft von der Luftwaffe und den SS-eigenen Forschungseinrichtungen (wie der Forschungsgemeinschaft „Ahnenerbe“).
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KZ Dachau
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Dachauer Prozesse
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KZ Dachau
- Außenlager -
KZ-Außenlagerkomplex München-Allach
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