KZ Mauthausen
| Institution ist nicht aktiv | |
| Gründungsdatum | 08.08.1938 |
| Sitz | Mauthausen |
| Wikipedia-Link | https://de.wikipedia.org/wiki/KZ_Mauthausen |
Verbindungen
KZ Mauthausen
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Heinz Baumkötter
Heinz Baumkötter (1912–2001) war ein deutscher SS-Hauptsturmführer und Mediziner. Seine aktive Laufbahn als Lagerarzt in den Konzentrationslagern begann im November 1941 im österreichischen KZ Mauthausen.
Obwohl Baumkötter später vor allem als Erster Lagerarzt im KZ Sachsenhausen (wo er Häftlinge für Tuberkulose- und Kampfstoffversuche missbrauchte) berüchtigt wurde, begann seine aktive Beteiligung am Vernichtungssystem in Mauthausen. Als Lagerarzt selektierte er Häftlinge, verweigerte medizinische Hilfe und überwachte den brutalen Alltag im Lager, bei dem tausende Menschen im dortigen Steinbruch zu Tode geschunden wurden. Er wurde nach dem Krieg im Sachsenhausen-Prozess (1947) von einem sowjetischen Militärtribunal und später in Westdeutschland (1962) zu Haftstrafen verurteilt. Skandalöserweise arbeitete er später unter anderem als wissenschaftlicher Mitarbeiter für die Firma Grünenthal.
KZ Mauthausen
- Internierung 1942, Leiter der Gedenkstätte & Chronist -
Hans Maršálek
Nach seiner Einberufung zur Wehrmacht floh Hans Maršálek nach Prag und war dort in der sozialdemokratischen Emigrantenorganisation tätig. Zur KPÖ übergewechselt, ließ er sich 1940 zu einem halsbrecherischen Grenzübertritt von Prag nach Wien überreden; dort sollte er Leute für Sabotageakte anwerben. Seine Tarnung – er besuchte unter seinem richtigen Namen die Handelsakademie und arbeitete in einer Druckerei – flog aber auf, und so wurde er im Frühjahr 1941 von der Gestapo in Prag verhaftet.
Maršálek überstand die Tortur der polizeilichen Maßnahmen und das gegen ihn angestrengte Verfahren und wurde dann im September 1942 ins KZ Mauthausen verbracht; dort gelang es ihm aufgrund seiner beruflichen Vorkenntnisse, bereits nach wenigen Wochen in der Schreibstube des Lagers unterzukommen. Ab Mai 1944 wurde er Lagerschreiber.
Maršálek überstand die Tortur der polizeilichen Maßnahmen und das gegen ihn angestrengte Verfahren und wurde dann im September 1942 ins KZ Mauthausen verbracht; dort gelang es ihm aufgrund seiner beruflichen Vorkenntnisse, bereits nach wenigen Wochen in der Schreibstube des Lagers unterzukommen. Ab Mai 1944 wurde er Lagerschreiber.
Maršálek war federführend an der politischen Widerstandsordnung der Häftlinge des KZ Mauthausen beteiligt und organisierte rüstungsrelevante Sabotageakte und Häftlingsverlegungen. Im Rahmen der begrenzten Möglichkeiten gelang es ihm und seiner Organisation auch, den Häftlingen praktisch zu helfen und Fragen der Gesundheit und der Ernährung besser zu regeln als zuvor. Kurz vor der Befreiung des Lagers konnten dann auch zumindest innerhalb des Lagers chaotische Zustände weitgehend vermieden werden.
Von 1964 bis zur Pensionierung 1976 war er Leiter der Gedenkstätte und des Museums Mauthausen.
KZ Mauthausen
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Menschenversuche in nationalsozialistischen Konzentrationslagern
Das österreichische Konzentrationslager Mauthausen (sowie sein Außenlager Gusen) war Schauplatz extrem brutaler, oft tödlicher Versuchsreihen an Häftlingen. Die Versuche wurden von SS-Ärzten wie Eduard Krebsbach, Aribert Heim („Dr. Tod“) und Heinz Baumkötter koordiniert.
In Mauthausen wurden Häftlinge systematisch als Versuchsobjekte missbraucht. Berüchtigt sind die Injektionsversuche mit Benzin, Phenol oder Herzwirksamen Giften direkt in den Herzmuskel, um die Geschwindigkeit des Todeseintritts zu erforschen. Zudem wurden chirurgische Operationen (z. B. Organentnahmen) ohne jegliche Betäubung durchgeführt, um die Reaktionen des menschlichen Körpers und Operationsmethoden für die Waffen-SS zu erproben. Nahezu alle Testopfer starben oder wurden nach den Versuchen gezielt ermordet.
Archivbestände der KZ-Gedenkstätte Mauthausen und Dokumentation zu den Menschenversuchen in KZs.
KZ Mauthausen
- Lager-Kommandant -
Franz Ziereis
Noch keine Information vorhanden.
KZ Mauthausen
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Mauthausen-Hauptprozess
Nach Kriegsende begannen amerikanische Ermittler im Rahmen des War Crimes Program, eines US-amerikanischen Programms zur Schaffung von Rechtsnormen und eines Justizapparates zur Verfolgung deutscher Kriegsverbrechen, zügig mit den Untersuchungen zur Feststellung der Verantwortlichen für die Verbrechen im KZ Mauthausen.
KZ Mauthausen
- Schutzhaftlagerführer -
Georg Bachmayer
Noch keine Information vorhanden.
KZ Mauthausen
- Leiter der Politischen Abteilung -
Karl Schulz (SS-Mitglied)
Noch keine Information vorhanden.