Zum Thema

Altes Zuchthaus

Wikipedia-Link https://de.wikipedia.org/wiki/Altes_Zuchthaus_(Brandenburg_an_der_Havel)

Verbindungen

Altes Zuchthaus - Tötungsanstalt Brandenburg - Aktion T4
Die Tötungsanstalt Brandenburg (die eigentliche Funktion verschleiernd amtlich als „Landes-Pflegeanstalt Brandenburg a. H.“ bezeichnet) wurde als zweite Anstalt nach Grafeneck als „Euthanasie“-Anstalt der Aktion T4 eingerichtet.
Altes Zuchthaus - Opfer der NS-Euthanasie - Paul Goesch
Anfang der 1920er Jahre zog sich Goesch nach Göttingen zurück, wo seine Schwester Lili, verheiratete Redepenning, lebte und der Schwager als Psychiater und Leiter der Provinzial-Erziehungsanstalt Göttingen (später Justizvollzugsanstalt Göttingen) arbeitete. Goesch war Patient in der benachbarten Provinzial-Heil- und Pflegeanstalt. 1935 wurde er in die brandenburgische Landesanstalt Teupitz verlegt. Am 22. August 1940 wurde Goesch mit einem Sammeltransport im Zuge der NS-Krankenmorde in der Tötungsanstalt Brandenburg/Havel vergast. Zur Tarnung wurde sein Tod auf den 5. September 1940 im Schloss Hartheim datiert und beurkundet. Seine Patientenakte blieb erhalten und liegt im Bundesarchiv in Berlin.

Die Urne wurde am 23. Oktober 1940 auf dem Friedhof Zehlendorf in Berlin beigesetzt. Die Grabstelle ist erhalten.
Altes Zuchthaus - Medizinischer Leiter (1940-1942) - Irmfried Eberl
Irmfried Eberl von 1940 bis 1942 medizinischer Leiter der Tötungsanstalten Brandenburg und Bernburg im Rahmen der Aktion T4 und anschließend im Sommer 1942 erster Leiter des Vernichtungslagers Treblinka im Rahmen der Aktion Reinhardt.
Altes Zuchthaus - Vertreter des Leiters der Tötungsanstalt Brandenburg - Aquilin Ullrich
Vom 15. März bis November 1940 wurde Aquilin Ullrich als Vertreter des Leiters der Tötungsanstalt Brandenburg, Irmfried Eberl, eingesetzt.

Über seine Aufgaben sagte Ullrich später in seinem Prozess aus:

„Bei den Tötungsverfahren hatte ich, sofern Dr. Eberl anwesend war, ihn bei all den Aufgaben zu assistieren, für die das Tätigwerden eines Arztes vorgeschrieben war. Dies waren eine Besichtigung der entkleideten Geisteskranken in dem Vorraum vor dem Vergasungsraum und die sich daran anschließende Tötung.“
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